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Treffen des AK Arbeit & Soziales im Oktober 2011

November 6, 2011

Das Treffen des stipendiatischen Arbeitskreises Arbeit & Soziales der Friedrich-Ebert-Stiftung fand in diesem Jahr an der Hertie School of Governance in Berlin statt, die uns freundlicherweise die Infrastruktur für unser Treffen bereitstellte. Insgesamt nahmen 17 StipendiatInnen aus dem gesamten Bundesgebiet teil. Nach einer Vorstellungsrunde und einem kurzen Überblick über den Verlauf des Treffens war der erste inhaltliche Programmpunkt ein Rückblick zu der Arbeit des Arbeitskreises seit dem letzten Treffen im Dezember 2010. Intensiv besprochen wurden alle Initiativen rund um eine Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung, angefangen bei gemeinsamen Seminaren bis hin zum Springer Dialog 2011. Es folgten Berichte über die Seminare „… und dann bist du draußen“ (AK-Seminar 2011) und „Bedingungsloses Grundeinkommen“. Zudem wurden die TeilnehmerInnen über die zukünftigen Entwicklungen hinsichtlich der AK-Struktur und die Arbeit der Projektgruppe zu diesem Thema in breiter Form informiert. Innerhalb einer Blitzlicht-Runde wurden neue Ideen für die AK-Arbeit im kommenden Jahr gesammelt.

Nach einer Kaffeepause startete die Diskussion zur  „Instrumentenreform 2012“ sowie damit verbunden rund um das Diskussionspapier über einen „Integrativen Arbeitsmarkt“. Hierzu hatten alle TeilnehmerInnen im Vorfeld bereits Informationen erhalten, sodass die Einführung ins Thema kurz ausfallen konnte. Schon bald bildeten sich sehr spannende Kristallationspunkte in der Debatte heraus; beispielsweise diskutierten wir  die Frage nach der betroffenen Klientel, die – wie sich auch in der Podiumsdiskussion später herausstellte – nicht hinreichend umschrieben werden kann. Eine Lösung könnte allerdings in der Zielgerichtetheit der einzelnen Maßnahmen liegen, die nicht eine „globale“ Klientel ansprechen, sondern spezifisch ausgerichtet werden sollten.

Im Anschluss daran fand eine Podiumsdiskussion als öffentliche Abendveranstaltung des AKs unter dem Titel „Auf dem Weg zum gespaltenen Arbeitsmarkt“ statt. Auf dem Podium nahmen Prof’in Anke Hassel (Hertie School of Governance), Josip Juratovic(MdB und Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages) und Dr. Joachim Rock (Paritätischer Wohlfahrtsverband) teil. Nach einigen einführenden Worten zur aktuellen Lage und Entwicklung aktiver Arbeitsmarktpolitik in Deutschland drehte sich die Diskussion interessanterweise hin zu Instrumenten jenseits der Integration von Langzeitarbeitslosen, wobei vor allem die positiven Wirkungen und die Notwendigkeit eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohnes ausdrücklich betont wurden. Zudem wurde deutlich, dass die Spaltung am Arbeitsmarkt sich nicht nur zwischen Erwerbstätigen und Nicht-Erwerbstätigen zieht, sondern um einiges vielschichtiger ist, beispielsweise ebenfalls sich die Unterschiede zwischen LeiharbeitnehmerInnen und Stammbelegschaften weiter verschärfen anstatt abzunehmen. Langfristig wurde darüber hinaus der Ruf nach einer Orientierung an skandinavischen Wohlfahrtsstaatsmodellen laut.

Am nächsten Tag fand ein Workshop zum Thema „Umverteilung von Arbeit“ statt, den Antonia Hildebrand und Marliese Weißmann (beides AK-Mitglieder) vorbereitet hatten. Dieser begann mit zwei einleitenden Impulsvorträgen („Was ist Arbeit?“ und „Bedeutung von Arbeit aus Sicht von Langzeitarbeitslosen“), worauf eine Gruppenarbeit folgte. Hierbei war es die Aufgabe, zu unterschiedlichen Hinsichten auf Umverteilungsmöglichkeiten von Arbeit (u.a. Bildung, ehrenamtliches Engagement, Sozialversicherungen) Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren, Grenzen aufzuzeigen und offene Fragen festzuhalten.

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